Ist die Wildnis dein Zuhause?

Die erlösende Kraft von Christus in uns ist am Werk. Das war sie und ist sie immer noch. Aber sind wir genauso bereit, uns von Ihm lieben zu lassen? Oder sind wir auf dem Weg enttäuscht worden? Desillusioniert. Vielleicht war die Wildnis schon zu lange dein Zuhause.


Bibelstellen: Römer 8:13-15, Galater 4:6-7, Philipper 3:7-9, Kolosser 1:10

Wie viel mehr hat der Vater für uns, Seine Kinder, diejenigen, die Er liebt? Aber lassen wir Ihn? Lassen wir zu, dass Er uns liebt? Vielleicht hat dein Glaubensweg stark begonnen. Du warst voller Leidenschaft und voller Leben. Dein Motiv zu dienen, war, andere mit Leben und Liebe zu erfüllen und das zu teilen, was du persönlich kennen gelernt hast.


Als deine Leidenschaft zu schwinden begann, hast du wahrscheinlich weitergemacht. Du hast gebetet, du hast gedient, du hast auf andere gehört. Aber während du nachdenkst: Etwas ist anders, etwas hat sich verändert.

Wir rufen "Abba!"

"Denn du hast nicht den Geist der Sklaverei empfangen, der dich wieder in Angst versetzt, sondern du hast einen Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!"(Römer 8:15)


Könnte es sein, dass du gut im Dienen bist, hast aber vielleicht die Gabe des Empfangens verloren?

Das Problem ist, dass wir, wenn wir nicht in der Lage sind, von Ihm zu empfangen, in die Praktiken des Fleisches zurückfallen werden.


"Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben, wenn ihr aber durch den Geist die Praktiken des Körpers tötet, werdet ihr leben. Denn so viele vom Geist Gottes geleitet werden, das sind Söhne Gottes" (Römer 8:13-14).

Diese Verse sprechen weniger davon, dass der Geist uns führt, sondern vielmehr davon, dass wir vom Geist geführt werden. Wir wissen, dass Sein Geist bereit ist, uns zu führen und dass Er sich danach sehnt, uns zu führen, also müssen wir vielleicht die Initiative ergreifen (noch einmal), um von Ihm geführt zu werden. Anstatt nach dem Geist zu suchen, müssen wir vielleicht die alte Schöpfung in uns töten und akzeptieren, dass es keine harte Arbeit ist, der Führung des Geistes zu folgen. Er ist in uns gegenwärtig, wohnt in unserem erneuerten Geist und wartet darauf, dass wir in einer Weise wandeln, die unserer Berufung würdig ist (Kol 1,10).

Seine Führung ist keine Handlung, es ist eine Person, die in uns lebt: Der dreieinige Gott, der in unserem Geist zum Leiter wird, wenn wir bereit sind, Ihn tun zu lassen, was nur Er tun kann: Uns lieben.


Wenn wir uns für Ihn interessieren, wenn wir wirklich mit Ihm sein wollen, werden wir spontan von Ihm geführt.

Wenn ich ein Kind Gottes bin, kann ich mein eigenes Leben nicht mehr leben. Durch mein Einverständnis, die von Christus angebotene Erlösung anzunehmen, werde ich zu einer Schuldnerin Christi, und mein Motiv zu dienen, ist nicht nur Dankbarkeit, dass Er mich gerettet und geheilt hat, sondern ich komme zu der Erkenntnis, dass ich jedes Bisschen, das ich in meinem Leben an Wert zähle, der Erlösung schulde (Phil 3,7-9). Durch die Erlösung haben wir Zugang zum Vater "Abba", dem wir uns ohne Furcht nähern können. So wie Jesus eins mit dem Vater war und nur das tat, was Er den Vater tun sah, so sind wir nun Teilhaber an den Geheimnissen Gottes.


Wahre Sohnschaft - Führer in der Wüste

Als Leiter kann es einschüchternd sein, den Glauben zu verlieren, während man eine Position innehat. Aber bedenke, dass wir uns als Kinder nicht danach sehnen, von unserem Vater benutzt zu werden. Wir müssen nicht in Angst leben, unser Erbe, unsere Position auf der Erde oder im Himmel zu verlieren. Wenn wir die Macht der Sohnschaft verstehen, erkennen wir, dass wir eine Position der Liebe haben, die uns niemand nehmen kann. Wenn wir dies wirklich verstehen, hört jeder Vergleich auf. Leere Taten haben ein Ende. Wir entscheiden uns bewusst gegen religiöse Praktiken und treten in eine tiefe und innige Beziehung mit dem Vater.


Die Freude Christi war Seine Selbsthingabe und Selbstaufopferung an Seinen Vater. Es geht uns nicht darum, die Werke, die Jesus getan hat, zu kopieren, sondern die persönliche Gegenwart des Heiligen Geistes in uns wirken zu lassen.